Konservative Orthopädie

Konservative Orthopädie setzt auf wirksame, gewebeschonende Verfahren, um Schmerzen zu reduzieren und die Funktion des Bewegungsapparats wiederherzustellen – ohne Operation, mit klarer Diagnostik und strukturierten Therapiewegen. Ziel ist eine schnelle, alltagstaugliche Verbesserung durch individuell kombinierte Maßnahmen wie Stoßwelle, Sonografie-gestützte Entscheidungen, Manualtherapie, Knochendichtemessung und gezielte Injektionen.

Stoßwellentherapie (ESWT)

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) nutzt kurze, energiereiche Schallimpulse, um Heilungsprozesse gezielt anzuregen. Sie kommt zum Einsatz bei Schulterverkalkungen (Tendinosis calcarea), Ansatzverkalkungen am Ellenbogen, Fersensporn/Plantarfasziitis, Tennis- und Golferellenbogen sowie bei ausgewählten Pseudarthrosen. Die Behandlung erfolgt ambulant, ohne Schnitt, meist in 3–5 Sitzungen. Der Fokus liegt auf Schmerzlinderung, Entzündungsreduktion und der Stimulation von Gewebeumbau, damit Sie schneller wieder belastbar sind. Wir lokalisieren die Schmerzquelle klinisch und, wenn sinnvoll, bildgestützt, definieren die Behandlungszone und passen Energie und Frequenz an Ihre Toleranz an. Nach jeder Sitzung erhalten Sie klare Anweisungen zu Aktivität, Dehnung und Belastungsaufbau. Kurzfristige Reizerscheinungen (Rötung, Druckschmerz) sind möglich und klingen in der Regel rasch ab. Medikamentöse Begleitmaßnahmen (z. B. Verzicht auf hochdosierte NSAR) stimmen wir mit Ihnen ab, um den biologischen Effekt nicht zu beeinträchtigen. Wichtig: Die ESWT ersetzt keine konsequente Übungstherapie; wir kombinieren sie daher mit einem einfachen, alltagstauglichen Übungsplan. Ziel ist weniger Schmerz, bessere Funktion und eine stabile Rückkehr in Beruf, Alltag und Sport.

Ultraschalluntersuchungen (Sonografie)

Die Sonografie liefert in Echtzeit aussagekräftige Bilder – strahlungsfrei, dynamisch und schmerzlos. Sie eignet sich ideal zur Beurteilung von Sehnen, Bändern, Schleimbeuteln, Muskulatur und oberflächennahen Gelenkstrukturen. In der Orthopädie nutzen wir sie zur raschen Klärung von Schwellungen, Ergüssen, Einrissen, Verkalkungen oder Entzündungen und zur Steuerung gezielter Injektionen. Wir bieten die Sonografie der Gelenke und Extremitäten sowie die Sonografie der Säuglingshüfte an. Letztere dient der frühen Erkennung von Hüftreifungsstörungen und ermöglicht rechtzeitige, schonende Korrekturen. Der große Vorteil: Wir können Strukturen unter Bewegung beurteilen, Seiten vergleichen und Befunde direkt mit Ihren Beschwerden abgleichen. So verkürzen wir Entscheidungswege zwischen Diagnose und Therapie. Die Untersuchung benötigt keine Vorbereitung; bei Bedarf kombinieren wir sie mit klinischen Funktionstests oder weiterführender Bildgebung (z. B. Röntgen/MRT). Ergebnis und Konsequenzen besprechen wir sofort und legen einen klaren Behandlungsplan fest. Ziel ist eine schnelle, treffsichere Steuerung der Therapie – ohne unnötige Wartezeiten und mit maximaler Transparenz.

Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)

Osteoporose zählt zu den häufigen Volkskrankheiten – mit relevantem Risiko für Wirbelkörper- und Schenkelhalsfrakturen. Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) ist der Schlüssel zur frühzeitigen Erkennung und zur Überwachung der Therapie. Wir erfassen die Mineraldichte standardisiert, bewerten T- und Z-Scores und setzen die Ergebnisse in den Kontext Ihrer individuellen Risikofaktoren (Alter, Vorfrakturen, Medikamente, Hormonstatus, Sturzrisiko). Auf dieser Basis erhalten Sie eine klare, umsetzbare Empfehlung: Bewegungs- und Kraftprogramm, Vitamin D/Calcium, Ernährung, Sturzprävention und – falls indiziert – medikamentöse Therapie. Ebenso wichtig ist das Monitoring: In definierten Abständen prüfen wir Therapieeffekt und Adhärenz, justieren Maßnahmen und besprechen alltagsnahe Strategien für Knochen- und Muskelerhalt. Die Untersuchung ist schmerzfrei, schnell und liefert eine objektive Grundlage für Entscheidungen, bevor es zu Brüchen kommt. Unser Ziel: Frakturen vermeiden, Mobilität sichern, Lebensqualität erhalten – mit einem Plan, der zu Ihrem Alltag passt und konsequent umgesetzt werden kann.

Manuelle Medizin / Manualtherapie

Die Manuelle Medizin diagnostiziert und behandelt Funktionsstörungen des Bewegungssystems – präzise, strukturiert und mit sofortigem Funktionsbezug. Häufig liegt eine reversible hypomobile Dysfunktion (Blockierung) vor: ein Gelenk kann innerhalb seines physiologischen Bewegungsspielraums zwar bewegen, ist jedoch in einer oder mehreren Richtungen eingeschränkt. Ziel ist, Gelenkspiel, Muskeltonus, Koordination und Schmerzverarbeitung zu normalisieren. Wir kombinieren Spezialmassagen, Dehnungstechniken, passive und neuroreflektorische Mobilisierungen sowie – wo indiziert – Manipulationen mit einem einfachen Übungsprogramm für Haltung, Atmung und Kraftausdauer. Der Ablauf ist klar: Befundaufnahme, gezielte Test-Re-Test-Sequenzen, Behandlung, unmittelbare Funktionskontrolle. So wird Wirkung mess- und spürbar. Risiken und Kontraindikationen (z. B. akute Fraktur, entzündliche Schübe, Gerinnungsprobleme) schließen wir aus; die Techniken werden an Befund, Schmerzgrenze und Ihre Ziele angepasst. Sie erhalten konkrete Hinweise zu Selbstübungen, Belastungssteuerung und Arbeitsplatz-/Alltagsanpassung. Ergebnis: weniger Schmerz, bessere Beweglichkeit und ein stabilerer Bewegungsablauf – alltagstauglich und nachhaltig.

Hyaluronsäure-Injektionen

Arthrosen und Sportverletzungen
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und dient als Gleit- und Dämpfungsmedium. Bei Arthrose kann eine gezielte Injektion die Schmierfähigkeit verbessern, Entzündung dämpfen und Schmerzen reduzieren – mit dem Ziel, Beweglichkeit und Belastbarkeit im Alltag zu erhöhen. Nach Aufklärung und antiseptischer Vorbereitung injizieren wir die Hyaluronsäure intraartikulär (z. B. Knie, Sprunggelenk, Schulter, kleinere Gelenke). Je nach Präparat erfolgt eine Einzelgabe oder eine kurze Serie. Anschließend empfehlen wir maßvolle Aktivität, Kühlung und einen stufenweisen Belastungsaufbau; die Maßnahme wird idealerweise mit Trainingstherapie kombiniert.

Die Verträglichkeit ist meist gut; mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehender Reizschmerz, Rötung, selten Infekt oder Blutung. Die Wirkdauer ist individuell unterschiedlich und kann von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten reichen. Wir besprechen realistische Zielwerte, dokumentieren Verlauf und entscheiden gemeinsam über Wiederholungen oder ergänzende Maßnahmen. Fokus: weniger Schmerz, bessere Funktion – ohne unnötige Medikation und mit klarer Orientierung an Ihren Alltagsanforderungen.

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